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Ich bete an die Macht der Liebe

Ich bin durch die Welt gegangen

Ich blicke voll Beugung und Staunen

Ich weiß einen Strom (O Seele, ich bitte dich: Komm!)

O Welt, ich muss dich lassen (vereinfachte Melodie zu einem anderen, unbekannten Text)

Solang mein Jesus lebt

Wenn nach der Erde Leid


Im November 1958 wurde Johannes Petzold gebeten, Sätze zu erarbeiten für ein "Bläserheft, das für eine volksmissionarische Aufgabe bestimmt ist", Ebenso erging es den Komponisten Herbert Beuerle, Hermann Stern und Paul Ernst Ruppel. Der Herausgeber Gottlob Schuler ermunterte die Adressaten, sich vor Augen zu halten, dass die Lieder "in Zelten gesungen, bzw. geblasen werden sollen". Er bat sie, die Sätze dem entsprechend so einfach wie möglich zu gestalten, und teilte jedem der vier ganz bestimmte Titel zu. Johannes Petzold nahm den Auftrag an und schrieb Bläsersätze zu diesen sieben Liedern.

Ein Beleg für die Veröffentlichung des geplanten Bläserheftes ist im Nachlass nicht vorhanden. Das Besondere an diesen nur im Manuskript, auf einem Noten-Doppelblatt versammelten Liedbearbeitungen besteht darin, dass sie sowohl von den  Texten wie auch von den Melodien her (abgesehen von Heinrich Isaaks "Innsbruck, ich muss dich lassen" = "O Welt, ich muss dich lassen") nicht dem entsprechen, wofür sich Johannes Petzold in seiner ersten programmatischen Äußerung 1935 ("Neues Singen im Jugendbrund für Entschiedenes Christentum") und später immer wieder eingesetzt hat. Trotzdem hat er sich dieser Aufgabe gestellt. Warum? Meine Vermutungen: Zunächst, weil die Bitte sehr andringend formuliert worden war und er sich mit diesem Ansinnen unter Freunden wusste (Gottlob Schuler: "Ich bitte Euch sehr, helft mir mit dabei!"), und zweitens wurde allen und so auch  ihm (der als Einziger von den vier Angeschriebenen in der DDR lebte) ja auch ein Honorar versprochen.